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Augenchirurgie Unter "Refraktive Chirurgie" versteht man alle Augenoperationen, die eine Brille oder Kontaktlinsen zur Korrektur der Brechkraft einsetzen. Seit dem 13. Jahrhundert bereits sind Brillen der klassische Weg der Sehschwächenkorrektur. Die ersten wirklich klinischen Studien zur Untersuchung chirurgischer Methoden zur Korrektur der Sehleistung begannen in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Schnitte in der Oberfläche der Kornea sollten damals diese mittels Destabilisierung abflachen, um Kurzsichtigkeit zu korrigieren. Damals traten dabei jedoch oft Komplikationen bei der Vernarbung der Kornea auf. Erstmals hat man 1978 die Abflachung durch den flächigen Gewebeabtrag innerer Hornhautschichten erreicht (Keratomileusis). 1986 wurde erstmals mit der photorefraktiven Keratektomie (PRK) ein Laser für den Abtrag eingesetzt. In den 90er Jahren wurde die PRK zur LASEK weiterentwickelt. 1989 wurde die Keratomileusis zum ersten Mal mit dem Excimer Laser als Laser-Insitu-Keratmoleusis (LASIK) kombiniert. Dieses Verfahren wird heute in der Augenchirurgie hauptsächlich eingesetzt. Die radiale Keratotomie wurde weitgehend von diesen moderneren Laserverfahren verdrängt. Funktionsweise Augenchirurgie Ziel aller Operationstechniken in der Augenchirurgie ist, die gezielte Modellierung der Hornhaut, um so die Lichtbrechung zu beieinflussen. Beispielsweise wird bei Kurzsichtigkeit die Hornhaut abgeflacht, wodurch einfallendes Licht fortan schwächer gebrochen wird. Bei entsprechender Berechnung kommt so der Brennpunkt der optischen Einrichtung des Auges wieder auf der Netzhaut zu liegen. Durch die ständige Weiterentwicklung der Technik in der Augenchirurgie sind richtige Langzeitstudien nur bedingt aussagefähig. Beispielsweise lasern moderne Geräte auch einen Übergangsbereich, um die Risiken von Sehbeeinträchtigung zu reduzieren. Solche Verbesserungen sind jedoch in Langzeitstudien noch nicht eingeflossen. Da das Risiko von Sehbeeinträchtigungen nach einer Laserbehandlung auch von individuellen Risikofaktoren beeinflusst wird, muss dieses individuell abgeschätzt werden. |


